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Zeitschriftenartikel

Mehr Kapitalismus wagen! Herrschaft "jenseits der Anarchie" und die Rolle des Geldes

MPG-Autoren
http://pubman.mpdl.mpg.de/cone/persons/resource/persons205889

Koddenbrock,  Kai
Projekte von Gastwissenschaftlern und Postdoc-Stipendiaten, MPI for the Study of Societies, Max Planck Society;
Institut für Politikwissenschaft, Universität Duisburg-Essen, Duisburg, Germany;

Externe Ressourcen
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Zitation

Koddenbrock, K. (2017). Mehr Kapitalismus wagen! Herrschaft "jenseits der Anarchie" und die Rolle des Geldes. Politische Vierteljahresschrift, 58(2), 258-283. doi:10.5771/0032-3470-2017-2-258.


Zitierlink: http://hdl.handle.net/11858/00-001M-0000-002D-8B8F-A
Zusammenfassung
Das Forum zur Herrschaftsanalyse ‚jenseits der Anarchie‘ hat der Debatte um Herrschaft und Weltordnung einen wichtigen Impuls gegeben. Christopher Daase, Nicole Deitelhoff und Michael Zürn blenden darin jedoch die gesamte Tradition der politisch-ökonomischen Herrschaftskritik aus. Der Beitrag argumentiert am Beispiel der globalen Geldbeziehungen und der Mechanismen der Geldschöpfung, dass Herrschaftsanalyse ohne einen Begriff der kapitalistischen Weltgesellschaft nicht auskommt. Angesichts wachsender Ungleichheit und instabiler Finanzmärkte muss IB heute auch IPÖ sein. Ohne diese Öffnung zur politischen Ökonomie entgehen ihr für das Verständnis der Weltpolitik zentrale Gegenstandsbereiche. Mehr Kapitalismus wagen, heißt also die Herrschaftsanalyse auf kapitalistische Dynamiken und die ihnen inhärenten ungleichen Geldbeziehungen auszuweiten.
The forum on domination ‘beyond anarchy’ has provided a welcome opening for study of inequality, hierarchies and power in contemporary world order for German IR. For practical and normative reasons, however, Daase, Deitellhoff and Zürn’s contributions dispense with the rich scholarly tradition of political economy. By zooming in on global money relations and the creation of money my contribution argues that the study of domination in IR requires an understanding of capitalist world society. The evidence is overwhelming: Money, credit and debt are at the heart of conflicts for both in the EU and across the globe. In order to be able to deal with this reality IR needs to become IPE, too. An IR open to capitalism will thus include the forces and systemic constraints connected to global money relations and its concomitant inequalities.