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Beitrag in Sammelwerk

Mikrofinanz zwischen "finanzieller Inklusion" und Finanzialisierung

MPG-Autoren
http://pubman.mpdl.mpg.de/cone/persons/resource/persons41243

Mader,  Philip
International Max Planck Research School on the Social and Political Constitution of the Economy, MPI for the Study of Societies, Max Planck Society;

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Zitation

Mader, P. (2014). Mikrofinanz zwischen "finanzieller Inklusion" und Finanzialisierung. In M. Heires, & A. Nölke (Eds.), Politische Ökonomie der Finanzialisierung (pp. 163-177). Wiesbaden: Springer VS.


Zitierlink: http://hdl.handle.net/11858/00-001M-0000-0014-BE28-D
Zusammenfassung
Die heutige Entwicklungshilfe hegt hohe Erwartungen an kleine Kredite, um Menschen aus der Armut zu befreien und soziale Transformationen anzustoßen. So stellte 2009 der deutsche Entwicklungsminister Dirk Niebel für seine erste Amtsrede den Gründer der Grameen Bank, Muhammad Yunus, an seine Seite und bezeichnete die Mikrofinanz als „unverzichtbares Instrument erfolgreicher Entwicklungspolitik“ – „ein urliberales Instrument der Hilfe zur Selbsthilfe“ (BMZ 2009). Zwar täuschte sich Niebel, was den Erfolg betrifft, aber seine Darstellung der Mikrofinanz als „urliberales Instrument“ traf ins Schwarze: Die Mikro finanzierung basiert auf der liberalen Idee, alle menschlichen Bedürfnisse dank des Gewinntriebs frei handelnder Akteure im Markt befriedigen zu können.