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Geschwindigkeitssensitive Mechanismen bei der menschlichen Bewegungswahrnehmung

MPS-Authors
http://pubman.mpdl.mpg.de/cone/persons/resource/persons84166

Reisbeck,  TE
Department Human Perception, Cognition and Action, Max Planck Institute for Biological Cybernetics, Max Planck Society;

http://pubman.mpdl.mpg.de/cone/persons/resource/persons83926

Gegenfurtner,  KR
Department Human Perception, Cognition and Action, Max Planck Institute for Biological Cybernetics, Max Planck Society;

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Fulltext (public)
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Supplementary Material (public)
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Citation

Reisbeck, T., & Gegenfurtner, K. (1998). Geschwindigkeitssensitive Mechanismen bei der menschlichen Bewegungswahrnehmung. Poster presented at 1. Tübinger Wahrnehmungskonferenz (TWK 98), Tübingen, Germany.


Cite as: http://hdl.handle.net/11858/00-001M-0000-0013-E8D7-1
Abstract
Die neuronalen Mechanismen zur Verarbeitung von Bewegungsrichtung sind schon sehr genau charakterisiert.Weitgehend ungeklärt sind jedoch noch die neuronalen Grundlagen der Geschwindigkeitswahrnehmung. Wir untersuchten, ob es selektive Mechanismen gibt, die für die Ermittlung der Objektgeschwindigkeit verantwortlich sind. Dazu wurden zweidimensionale Unterscheidungskonturen in der Ebene, die durch Orts und Zeitfrequenz aufgespannt wird, bestimmt. Die Form dieser Konturen gibt darüber Aufschluß, ob in der Bewegungswahrnehmung geschwindigkeitssensitive Mechanismen oder separable Mechanismen bezüglich Orts- und Zeitfrequenz realisiert sind. Versuchspersonen wurden 4 Reize dargeboten, von denen drei (Standards) dieselbe Orts- und Zeitfrequenz aufwiesen und einer sich in einem bestimmten Verhältnis von Orts- zu Zeitfrequenz (Test) von den Standards unterschied. Die Versuchspersonen mußten angeben, welches der Testreiz war. Die Schwellenkonturen waren deutlich entlang einer Achse konstanter Geschwindigkeit ausgerichtet. Das ist eine systematische und signifikante Abweichung von der Vorhersage für separable Mechanismen bezüglich Orts- und Zeitfrequenz. Um die verantwortlichen Mechanismen zu isolieren, wurden zwei Arten von Rauschen zu den Standardreizen addiert: zum einen entlang einer Achse konstanter Geschwindigkeit und zum anderen entlang einer dazu senkrechten Achse. Die Rauschamplitude in Bezug auf Orts- und Zeitfrequenz war in beiden Fällen gleich. Im ersten Fall kam es zu einer deutlichen Verlängerung der Kontur entlang der Achse konstanter Geschwindigkeit, im anderen Fall kam es zu einem allgemeinen Anstieg der Unterscheidungsschwellen. Dies bedeutet, daß es Mechanismen gibt, die selektiv Information über die Geschwindigkeit extrahieren.