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Einfluß der Größe bekannter Objekte auf Geschwindigkeitskonstanz

MPS-Authors
http://pubman.mpdl.mpg.de/cone/persons/resource/persons83888

Distler,  HK
Department Human Perception, Cognition and Action, Max Planck Institute for Biological Cybernetics, Max Planck Society;

http://pubman.mpdl.mpg.de/cone/persons/resource/persons83926

Gegenfurtner,  KR
Department Human Perception, Cognition and Action, Max Planck Institute for Biological Cybernetics, Max Planck Society;

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Fulltext (public)
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Supplementary Material (public)
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Citation

Distler, H., & Gegenfurtner, K. (1998). Einfluß der Größe bekannter Objekte auf Geschwindigkeitskonstanz. Poster presented at 1. Tübinger Wahrnehmungskonferenz (TWK 98), Tübingen, Germany.


Cite as: http://hdl.handle.net/11858/00-001M-0000-0013-E8D1-D
Abstract
Geschwindigkeitskonstanz ist die Fähigkeit des Menschen, die physikalische Geschwindigkeit von Objekten, die sich in unterschiedlicher Entfernung vom Beobachter bewegen, korrekt einzuschätzen. Es ist bekannt, daß die Größe der Objekte einen sehr starken Einfluß auf die wahrgenommene Geschwindigkeit ausübt. In unserem ersten Experiment haben wir unter Verwendung von bekannten Objekten den Einfluß der Größe auf die Geschwindigkeitskonstanz genauer untersucht. Im zweiten Experiment haben wir getestet, inwieweit Vorwissen über die Geschwindigkeit und Größe der Objekte im Alltag (Auto versus Lkw) in die Einschätzung ihrer Geschwindigkeit einbezogen wird. In einem 2-AFC Paradigma wurden Versuchspersonen 3D-Computer-Grafikmodelle zweier Fahrzeuge präsentiert, die links und rechts von der Bildschirmmitte versetzt waren und sich in Richtung der Bildschirmmitte bewegten. Die beiden Fahrzeuge wurden für eine Sekunde auf einer zylinderförmigen Großbildleinwand (Durchmesser: 7 m, Höhe: 3.15 m) mit einem Gesichtsfeld von 180x50 Grad dargestellt. Aufgabe der Versuchspersonen war es zu entscheiden, welches der beiden Fahrzeuge schneller fährt. Dabei wurde eines dieser beiden Fahrzeuge, das Standard-Fahrzeug, während eines jeden Versuchsdurchganges in einer simulierten Beobachter-Objekt Entfernung von 20 m dargestellt und bewegte sich mit einer konstanten Geschwindigkeit von 3.0 m/s (10.8 km/h). Die Test-Fahrzeuge wurden in drei Entfernungen (10, 20 und 40 m) präsentiert. Ihre Geschwindigkeit wurde mittels eines adaptiven Schwellenverfahrens bestimmt. Im ersten Experiment wurden Test-Fahrzeuge vom gleichen Typ in drei verschiedenen Größen (50, 100 und 200 Größe des Standards) verwendet. Im zweiten Experiment wurden drei verschiedene Test-Fahrzeuge eingesetzt: ein Auto normaler Größe, ein Lkw (280 Größe des Standards) und einen übergroßes Auto in der Größe des Lkw. Bei gleicher Entfernung zweier Fahrzeuge beträgt die wahrgenommene Geschwindigkeit eines doppelt so großen Fahrzeuges 88 der Geschwindigkeit eines Fahrzeuges normaler Größe (10m: 86, 20m: 86, 40m: 92). Bei halber Größe des Fahrzeuges beträgt die Geschwindigkeit 126 (10m: 125, 20m: 124, 40m: 128). Die wahrgenommene Geschwindigkeit des Lkw liegt bei 86 der Geschwindigkeit des normal großen Fahrzeuges, während die wahrgenommene Geschwindigkeit des übergroßen Fahrzeuges 72 der Geschwindigkeit des normal großen Fahrzeuges beträgt. Die Größe von Objekten übt unabhängig von der Entfernung der Objekte auch bei bekannten Objekten einen sehr starken Einfluß auf die wahrgenommene Geschwindigkeit aus. Je größer ein Objekt ist, desto langsamer wird es wahrgenommen. Weiterhin wird aber auch Vorwissen über Geschwindigkeit und Größe des Objektes im Alltag bei der Einschätzung seiner Geschwindigkeit berücksichtigt, da ein Lkw schneller als ein Auto gleicher Größe wahrgenommen wird.