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Poster

Räumliches Konfigurationswissen verbessert die Leistung bei metrischen Navigationsaufgaben nicht

MPS-Authors
http://pubman.mpdl.mpg.de/cone/persons/resource/persons84072

Mallot,  HA
Department Human Perception, Cognition and Action, Max Planck Institute for Biological Cybernetics, Max Planck Society;

http://pubman.mpdl.mpg.de/cone/persons/resource/persons83928

Steck,  SD
Department Human Perception, Cognition and Action, Max Planck Institute for Biological Cybernetics, Max Planck Society;

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Fulltext (public)
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Supplementary Material (public)
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Citation

Mallot, H., & Steck, S. (2000). Räumliches Konfigurationswissen verbessert die Leistung bei metrischen Navigationsaufgaben nicht. Poster presented at 3. Tübinger Wahrnehmungskonferenz (TWK 2000), Tübingen, Germany.


Cite as: http://hdl.handle.net/11858/00-001M-0000-0013-E551-5
Abstract
den nur Orte und ihre Nachbarschaften gespeichert (Konfigurationswissen), im zweiten Fall auch Koordinaten für alle bekannten Orte. Metrische Information kann aus der Eigenbewegungsschätzung oder der Tiefenwahrnehmung stammen, oder aufgrund der Konfiguration erschlossen werden (metrische Einbettung, multidimensionale Skalierung). Wir haben nun die Frage untersucht, ob metrische Informationen, die nicht direkt aus der Eigenbewegung stammt, in eine metrische Karte aufgenommen wird. Wird die metrische Repräsentation der Umgebung besser, wenn das Konfigurationswissen über eine Umgebung durch Hinzufügen einer zentralen Landmarke verbessert wird? Die Navigation wurde in einer virtuellen Umgebung durchgeführt, wobei visuelle und proprioceptive Reize simuliert wurden. Die Umgebung bestand aus drei partiell überlappenden Schleifen, die sich an einem zentralen Platz mit einem Glockenturm als zentraler Landmarke markiert. Wir verwendeten drei Verknüpfungsbedingungen. Fehlend: der zentrale Platz und die Landmarke wurden entfernt, so daß die drei Schleifen zu einer verschmolzen. Die Straßen von dieser Schleife in Richtung auf den zentralen Platz wurden zu Sackgassen. Sichtbar: Die zentrale Landmarke wurde eingefügt und war vom äußeren Ring aus sichtbar, aber nicht erreichbar. Erreichbar: Die Sackgassen wurden geöffnet. Nach einer Explorationsphase wurden 48 Versuchspersonen aufgefordert, 28 Abkürzungen zwischen vorher gelernten Orten zu navigieren. Dazu stellten sie zunächst die Richtung zum nicht aktuell sichtbaren Ziel ein. Dannach wurden alle Landmarken und Strassen aus der Simulation entfernt, und die Versuchspersonen bewegten sich geradeaus in die vorher eingestellte Richtung, bis sie glaubten, das Ziel erreicht zu haben. Wir verwendeten 14 zentraleWege (kürzeste Strassenverbindung führt über das Zentrum) und 14 periphere Wege. Navigationsfehler wurden als Abstand des Endpunktes eines Weges vom Ziel gemessen. Für die zentralen Wege waren die Fehler in der Bedingung "erreichbar" signifikant kleiner als in den anderen Bedingungen. Dies lässt darauf schliessen, dass die metrische Information, die beim Überqueren des Zentrums gewonnen wurde, genutzt wurde. Die Leistungen in der Bedingung "sichtbar" unterscheiden sich nicht von denen in Bedingung "fehlend", wohl aber von der Bedingung "erreichbar". Dies Bedeutet, daß die bloße Betrachtung der zentralen Landmarke, die dadurch in das Konfigurationswissen eingebaut werden konnte, nicht zu einer Verbesserung der metrischen Leistung führt. In der beschriebenen Aufgabe wurde die Leistung für metrische Aufgaben duch das Hinzufügen neuer Konfigurationsinformation nicht verbessert. Wir schliessen daraus, dass metrische Information nur verwendet wird, wenn sie aus der Eigenbewegung stammt, nicht aber wenn sie aus der Tiefenwahrnehmung stammt oder aus der Konfiguration erschlossen wird.