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Poster

Maskierung visueller Reize durch Magnetstimulation

MPG-Autoren
http://pubman.mpdl.mpg.de/cone/persons/resource/persons84149

Puls,  K
Former Department Comparative Neurobiology, Max Planck Institute for Biological Cybernetics, Max Planck Society;
Department Human Perception, Cognition and Action, Max Planck Institute for Biological Cybernetics, Max Planck Society;

http://pubman.mpdl.mpg.de/cone/persons/resource/persons84000

Kammer,  T
Department Human Perception, Cognition and Action, Max Planck Institute for Biological Cybernetics, Max Planck Society;
Former Department Comparative Neurobiology, Max Planck Institute for Biological Cybernetics, Max Planck Society;

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Zitation

Puls, K., & Kammer, T. (2000). Maskierung visueller Reize durch Magnetstimulation. Poster presented at 3. Tübinger Wahrnehmungskonferenz (TWK 2000), Tübingen, Germany.


Zitierlink: http://hdl.handle.net/11858/00-001M-0000-0013-E54D-2
Zusammenfassung
Transkranielle Magnetstimulation (TMS) über dem Hinterkopf kann die Wahrnehmung visueller Reize unterdrücken. Diese Unterdrückung basiert auf einer Verschiebung der Wahrnehmungsschwelle (Kammer Nusseck, Neuropsychologia 36, 1998). Ziel der vorliegenden Studie ist es, diese Modulation der Wahrnehmungsschwelle qualitativ und quantitativ zu vergleichen mit der Maskierung des visuellen Reizes durch einen Lichtblitz. Die Versuchspersonen mussten die Öffnungsrichtung eines kleinen U-Hakens angeben, der 0.3° bis 0.5° parafoveal in einem unteren Gesichtsfeldquadranten mit der Dauer eines Bildschirmtaktes geblitzt wurde (Wahlpflichtaufgabe mit 4 Alternativen). Bei zwei verschiedenen Hintergundhelligkeiten (0.3 und 3 cd/m2) wurde die Funktion der Kontrastwahrnehmungsschwelle mittels konstanter Stimuli ermittelt. Die parafoveale Präsentation wurde gewählt, um eine Wahrnehmungssuppression mit einer fokalen TMS-Spule zu erreichen. Ein Lichtblitz (15 cd/m2 bei dunklem Hintergrund, 150 cd/m2 bei hellem Hintergrund, gesamte Monitoroberfläche für die Dauer eines Bildschirmtaktes) wurde mit unterschiedlichen Stimulus-Onset-Asynchronien (SOA) vor oder nach der Präsentation des U-Hakens appliziert. Vorwärts- und Rückwärtsmaskierung führte zu einer Verschiebung der Kontrastwahrnehmungsschwelle von bis zu 8 Weberkontrasteinheiten (WC). Fokale TMS mit einer SOA von 75 ms bis 145 ms verschob ebenso die Kontrastwahrnehmungsschwelle. Das Maximum der Schwellenverschiebung (8 WC) wurde bei 115 ms (dunkler Hintergrund) bzw 95 ms (heller Hintergrund) erreicht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Schwellenverschiebung durch TMS direkt vergleichbar ist mit der Schwellenverschiebung aufgrund einer Maskierung durch einen Lichtblitz.