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Psychopharmakotherapie in der Notfallmedizin

MPS-Authors
http://pubman.mpdl.mpg.de/cone/persons/resource/persons84239

Stoewer,  S
Department Physiology of Cognitive Processes, Max Planck Institute for Biological Cybernetics, Max Planck Society;

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Citation

Pajonk, F., Stoewer, S., Kinn, M., & Fleiter, B. (2006). Psychopharmakotherapie in der Notfallmedizin. Notfall und Rettungsmedizin, 9(4), 393-402. doi:10.1007/s10049-006-0831-1.


Cite as: http://hdl.handle.net/11858/00-001M-0000-0013-D1D1-8
Abstract
Psychiatrische Störungen sind eine häufige Einsatzursache für den Notarzt und in der Notaufnahme. Für psychiatrische Notfälle außerhalb psychiatrischer Kliniken, insbesondere für die medikamentöse Krisenintervention, existieren aber bislang keine Therapiestandards oder evidenzbasierten Therapieleitlinien. In einer Literaturrecherche über den Zeitraum von 1971–2005 fanden sich zu dieser Fragestellung 34 Doppelblindstudien, welche die Wirksamkeit und Verträglichkeit unterschiedlicher Antipsychotika und Benzodiazepine untersuchten. Nach zusätzlicher Auswertung pharmakologischer Daten und der Fachinformationen werden im vorliegenden Beitrag differenzialtherapeutische Überlegungen für die notfallmedizinische Versorgung erläutert und Dosierungsempfehlungen gegeben. Für den Einsatz im Notarztdienst erscheinen v. a. Haloperidol, Lorazepam und Diazepam geeignet. Eine antipsychotische Medikation ist besonders bei Schizophrenien, Manien, drogeninduzierten Psychosen und Delirien, eine Medikation mit Benzodiazepinen v. a. bei primär psychogenen oder reaktiven Angst-, Unruhe- oder Erregungszuständen indiziert. Bei einigen Störungsbildern ist eine kombinierte Therapie von Antipsychotika und Benzodiazepinen wahrscheinlich besser und schneller wirksam.