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TMS des intra-parietalen Sulcus vermindert die reziproke Deaktivierung visueller und auditorischer Kortices: eine simultane fMRT-/TMS-Studie

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Citation

Neuroimaging}, L. J. G. C. (2010). TMS des intra-parietalen Sulcus vermindert die reziproke Deaktivierung visueller und auditorischer Kortices: eine simultane fMRT-/TMS-Studie. Talk presented at 36. Tagung "Psychologie und Gehirn". Greifswald, Germany.


Cite as: http://hdl.handle.net/11858/00-001M-0000-0013-C006-A
Abstract
Um unsere Umwelt verlässlich wahrnehmen zu können, kombiniert das Gehirn über verschiedene Sinne vermittelte Information. Ein im menschlichen Gehirn beobachtetes Phänomen ist die reziproke Deaktivierung unisensorischer Regionen durch Stimulation in einer anderen Sinnesmodalität. So führt z.B. visuelle Stimulation zu einer Deaktivierung im auditorischen Kortex and auditorische Stimulation zu einer Deaktivierung im visuellen Kortex. Bisher sind jedoch weder die genauen Mechanismen, die für solche Deaktivierungen verantwortlich sind, noch deren funktionellen Relevanz bekannt. Viele Studien haben gezeigt, dass der multisensorische intraparietale Sulcus (IPS) die Aktivität in sensorischen Regionen modulieren kann. In dieser simultan kombinierten fMRT-/TMS-Studie wurden Probanden visuelle oder auditorische looming-receding Stimuli präsentiert. Um die Aufmerksamkeit der Probanden zu kontrollieren, hatten diese die Aufgabe, seltene auditorische oder visuelle Zielreize zu entdecken. In der Hälfte der fMRT-Durchgänge, stimulierten wir den rechten IPS mit transkranieller Magnetstimulation (TMS), um dadurch den Einfluss dieser Region auf die erwähnten reziproken Deaktivierungen unisensorischer Regionen zu untersuchen. Dabei zeigte sich, dass die Deaktivierung im visuellen Kortex während auditorischer Stimulation reduziert wurde, wenn der IPS stimuliert wurde. Diese Daten legen nahe, dass der IPS das reziproke Deaktivierungsmuster beeinflusst. Daher scheinen auditorische und visuelle Regionen auch indirekt über den IPS zu interagieren.