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Zur Diasporen-Keimfähigkeit von Segetalpflanzen: Untersuchungen in Nord-Thüringen

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Zitation

Wäldchen, J., Pusch, J., & Luthardt, V. (2005). Zur Diasporen-Keimfähigkeit von Segetalpflanzen: Untersuchungen in Nord-Thüringen. Beiträge für Forstwirtschaft und Landschaftsökologie, 34, 145-156.


Zitierlink: http://hdl.handle.net/11858/00-001M-0000-000E-E259-5
Zusammenfassung
Das plötzliche Wiederauftreten von Ackerwildkrautarten nach spontanen Umbrüchen ehemals beackerter und dann anderweitig genutzter oder brachgefallener Flächen regte zu einer vertiefenden Betrachtung der Lebensdauer von Diasporen dieser Pflanzen an. Im Rahmen einer Diplomarbeit an der FH Eberswalde wurde neben einer intensiven Literaturrecherche ein Feldversuch zur Prüfung der Keimfähigkeit unter natürlichen Bedingungen ausgewertet. Auf ehemaligen Ackerflächen im südlichen Kyffhäusergebirge wurde durch Umbrechen des Bodens eine Initialmaßnahme zur Aktivierung der Diasporen-bank ergriffen. Die im Versuch erzielten Ergebnisse wurden mit den Ergebnissen der Literaturrecherche verglichen und bewertet. Es ist festzustellen, daß stark abweichende Angaben zur Langlebigkeit einiger Arten vorliegen. Dies erklärt sich daraus, daß die ermittelten Werte offenbar vor allem von den konkreten Versuchbedingungen und von den verschiedenen Lagerungsbedingugen abhängen. Mit allen Vorbehalten kann man feststellen, daß ca. 50% der Ackerwildkräuter Thüringens eine Überlebensfähigkeit ihrer Verbreitungseinheiten von mehr als 20 Jahren besitzen! Nur neun Arten besitzen eine vorübergehende (transiente) Diasporenbank und können weniger als ein Jahr überdauern. So ist festzustellen, daß gerade in häufig gestörten Lebensräumen viele Arten zu finden sind, deren Populationen oft über sehr dauerhafte Diasporen verfügen. Diasporenbanken spielen für populations- und vegetationsdynamische Prozesse, vor allem nach Störungen der Ökosysteme eine große Rolle. Sie sollten stärker bei Belangen des Arten- und Biotopschutz wie auch in den "Roten Listen" Berücksichtigung finden. Dies gilt vor allem bei Extensivierungsmaßnahmen intensiv genutzter Standorte. Germination capacity of weed seeds - investigations in the north of Thuringia. The subject of this article is the survival of buried weed in former arable lands after tilling inspired us to investigate the longevity of their seeds. In the context of a dissertation at the University of Applied Sciences Eberswalde we analyzed the germination capacity under field conditions in addition to an intensive literature research. To mobilize the diaspore bank fallow land in the south of the Kyffhäuser-Mountains had been ploughed. The results of the field tests had been compared with the results of the literature research. Data about the longevities of weend seeds are exceptionally variable in the literature. The main sources of this variability are the different test and storage conditions. With all reserves we could ascertain that more than 50% of the seeds of weed plants in Thuringia can germinate after more than 20 years in the soil. Only nine species form a transient diaspore bank and survive less than one year, i. e., that particularly in frequently disturbed habitats, as for instant agricultural crop land, a lot of species will be found, which dispose of a diaspore bank with a high persistance. Especially after disturbances of ecosystems diaspore banks have a great influence on the dynamics of populations and communities. Teh diaspore banks should be considered more in conservation programmes and the Red Lists. This applies especially to extensificaition of arable lands with intensive land use.