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"Über Bande gespielt": Möglichkeiten und Grenzen neuer Strategien im Verhältnis von Betriebsräten, Arbeitgebern und Medienöffentlichkeit am Beispiel der Regulierung von Leiharbeit

MPS-Authors
http://pubman.mpdl.mpg.de/cone/persons/resource/persons81235

Seeliger,  Martin
International Max Planck Research School on the Social and Political Constitution of the Economy, MPI for the Study of Societies, Max Planck Society;

Fulltext (public)
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Supplementary Material (public)
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Citation

Bitterwolf, S., & Seeliger, M. (2013). "Über Bande gespielt": Möglichkeiten und Grenzen neuer Strategien im Verhältnis von Betriebsräten, Arbeitgebern und Medienöffentlichkeit am Beispiel der Regulierung von Leiharbeit. Industrielle Beziehungen, 20(1), 36-53. doi:10.1688/1862-0035_IndB_2013_01_Bitterwolf.


Cite as: http://hdl.handle.net/11858/00-001M-0000-000E-BA6A-5
Abstract
Aktuelle Entwicklungen im deutschen System industrieller Beziehungen weisen darauf hin, dass sich das Normalarbeitsverhältnis (gemeinsam mit anderen komplementären Institutionen) derzeit in einem Erosionsprozess befindet. Arbeitnehmervertretungen geraten dadurch unter Druck, so dass sie neue Vertretungsmöglichkeiten abseits tradierter Regulierungs- und Konfliktbewältigungsarenen suchen. Der Text zeigt unter Verweis auf drei beispielhaft angeführte Fälle, dass Interessenvertretungen versuchen, durch den strategischen Einsatz und Einbezug von Medien neue Handlungsressourcen abseits betrieblicher Pfade zu gewinnen. Es wird argumentiert, dass sich vor dem Hintergrund der bundesrepublikanischen Sozialpartnerschaft ein Normenzusammenhang herausgebildet hat (das Normalarbeitsverhältnis), dessen Verletzung von Arbeitnehmerseite unter bestimmten Bedingungen genutzt werden kann, um Leiharbeitsverhältnisse öffentlichkeitswirksam zu skandalisieren und so Einfluss auf die Ausgestaltung von Erwerbsverhältnissen zu gewinnen.
Under conditions of institutional change in German industrial relations traditional conditions of employment become increasingly affected. While pressure on workers’ representatives increases, alternative modes of interest representation also gain significance. Drawing on empirical research in three cases, the article shows how works councils acquire new options to transcend the company-internal arena. We argue that against the background of stable employment conditions within a constellation of social partnership, precarious relationships of contract work can gain traction by drawing attention to their plight by the strategic use of media. By referring to this option, works councils can put pressure on their management to regulate such employment relationships with the worker’s interest in mind.