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Hochschulschrift

Diversität bakterivorer Flagellaten in Abhängigkeit von den Nahrungsressourcen

MPG-Autoren
http://pubman.mpdl.mpg.de/cone/persons/resource/persons56911

Schilling,  Mario Joachim
Department Ecophysiology, Max Planck Institute for Limnology, Max Planck Institute for Evolutionary Biology, Max Planck Society;

http://pubman.mpdl.mpg.de/cone/persons/resource/persons56752

Jürgens,  Klaus
Department Ecophysiology, Max Planck Institute for Limnology, Max Planck Institute for Evolutionary Biology, Max Planck Society;

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Zitation

Schilling, M. J. (2002). Diversität bakterivorer Flagellaten in Abhängigkeit von den Nahrungsressourcen. Diploma Thesis, Christian-Albrechts-Universität, Kiel.


Zitierlink: http://hdl.handle.net/11858/00-001M-0000-000F-DD2A-5
Zusammenfassung
In der vorliegendenden Arbeit wurden in Mikrokosmenexperimenten die taxonomischen Änderungen in der Struktur einer „natürlichen“ planktischen HNAN-Gemeinschaft unter dem Einfluß verschiedener Bakterienarten und unterschiedlichen Bakterienkonzentrationen untersucht. Durch die Eliminierung von Protozoengrazern und Nahrungskonkurrenten konnte sich eine typische heterotrophe mikrobielle Nahrungskette etablieren. Die Wechselbeziehungen zwischen dem HNAN und den manipulierten Bakteriengemeinschaften wurde durch die Bestimmung der sich ändernden Abundanzen des HNAN und Bakterien beobachtet. Des weiteren wurde die taxonomische Zusammensetzung, Artendiversität und deren Änderung mittels Lebendzählungen bzw. Lebendbestimmungen und der DGGE verfolgt und miteinander verglichen 1. In den Experimenten konnten insgesamt 29 Taxa aus 14 Gattungen des HNAN bestimmt werden. Die taxonomische Zusammensetzung war für das Plankton eutropher limnischer Gewässer typisch und bestand aus den Gruppen der Chrysomonaden, Choanoflagellaten, Bodoniden, Cercomonaden und Vertretern der Flagellates incertae sedis. 2. Die Struktur der HNAN-Gemeinschaft wurde durch die Art Spumella spp. (Chysomonadida) dominiert und dadurch war trotz einer hohen Artenzahl die Diversität relativ gering. 3. Die Artendiversität zeigte nur geringe Änderungen unter den Versuchsbedingungen und weder unter dem Einfluß der Nahrungsqualität (verschiedene Bakterienstämme), noch unter dem Einfluß der Nahrungsquantität (verschiedene Bakterienkonzen-trationen) kam es zu starken Änderungen in der Diversität. 4. Die Sukzession innerhalb der HNAN-Gemeinschaften zeigten ähnliche einheitliche Verläufe und Muster 5. Eine größere Artenvielfalt tritt bei hohen Nahrungskonzentrationen auf. Es treten verstärkt substratgebundene und omnivore HNAN-Taxa der Gruppen der Bodoniden und der Flagellates incertae sedis auf. 6. Der Vergleich der Ergebnisse der Lebendbestimmung und der DGGE zeigen gute Übereinstimmungen im Verlauf der untersuchten Diversitäts-Parameter.