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Thesis

Die Chironomiden der Fulda (Systematische, ökologische und faunistische Untersuchungen)

MPS-Authors
http://pubman.mpdl.mpg.de/cone/persons/resource/persons56794

Lehmann,  Jens-Detlef
Limnological River Station Schlitz, Max Planck Institute for Limnology, Max Planck Institute for Evolutionary Biology, Max Planck Society;

http://pubman.mpdl.mpg.de/cone/persons/resource/persons56742

Illies,  Joachim
Limnological River Station Schlitz, Max Planck Institute for Limnology, Max Planck Institute for Evolutionary Biology, Max Planck Society;

Locator
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Fulltext (public)

Lehmann1970_kurz.pdf
(Publisher version), 173KB

Supplementary Material (public)
There is no public supplementary material available
Citation

Lehmann, J.-D. (1970). Die Chironomiden der Fulda (Systematische, ökologische und faunistische Untersuchungen). PhD Thesis, Christian-Albrechts-Universität, Kiel.


Cite as: http://hdl.handle.net/11858/00-001M-0000-000F-CE83-5
Abstract
ZUSAMMENFASSUNG In der Arbeit wird zum ersten Mal der Versuch unternommen, die Gesamtfauna der Chironomiden eines größeren Fließgewässers, der Fulda, zu erfassen. Es konnten 246 Arten für die Fulda nachgewiesen werden. Davon entfallen auf die Unterfamilien Podonominae 1 Art, auf die Tanypodinae 26 Arten, auf die Orthocladiinae 142 Arten und auf die Chironominae 77 Arten (Tribus Chironomini: 41 Arten, Tribus Tanytarsini: 36 Arten). Jede Art wird in ökologischer, phänologischer und zum Teil auch in systematischer Hinsicht abgehandelt. Mehrere Arten werden abgebildet. Es erwies sich als notwendig, im Rahmen dieser Arbeit die europäischen Arten folgender Gattungen zu revidieren: Microcricotopus THIENEMANN und HARNISCH, Rheocricotopus THIENEMANN und HARNISCH, Parachironomus LENZ und Rheotanytarsus BAUSE. Die Chironomidenfauna der Fulda wird mit der anderer europäischer Gewässer verglichen, wobei sich deutlich erweist, daß in den Fließgewässern die Unterfamilie Orthocladiinae, in den stehenden Gewässern dagegen die Unterfamilie Chironominae die dominierende Rolle spielen. Das Potamal des Mittelgebirgsbaches zeigt - ebenso wie das Fließgewässer des Tieflandes - große Ähnlichkeit mit der Litoralfauna eines Sees. In diesem Flußbereich weisen die Chironorminae einen fast gleich großen Anteil an der Gesamtartenzahl wie die Orthocladiinae auf. Um zu prüfen, ob sich die einzelnen Flußbiozönosen nach ILLIES (1953) auch anhand der Chironomidenfauna nachweisen lassen, wird eine statistische Untersuchung des Artengefüges nach der Darstellungsmethode von ILLIES vorgenommen. Drei deutliche, durch Charakterarten voneinander unterschiedene Flußabschnitte lassen sich herausstellen: Krenal (Quellenregion), Rhithral (Salmonidenregion) und Potamal (Barbenregion). Es zeigt sich, daß das Rhithral der heutigen Fulda nur noch als Gesamtheit einen eigenständigen Biotop darstellt. Jedoch läßt sich anhand einer Charakterart, die heute in der Fulda ausgestorben ist, nachweisen, daß das Epirhithral der Fulda noch 1952 ebenfalls eine eigene Biozönose aufwies, die im Laufe der fortschreitenden Verschmutzung weitgehend zerstört worden ist. Anschließend wird ein Vorschlag zur ökologisch-terminologischen Aufgliederung eines ursprünglichen Fließgewässers gemacht. Zum Schluß der Arbeit wird noch einmal darauf hingewiesen, daß die "biologischen Indikatoren" (= Charakterarten eines bestimmten Biotops) sich besser dazu eignen, eine echte Flußzonierung zu erkennen, als die Substrattypen.