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Zeitschriftenartikel

Herzfrequenz und Lebenslauf von Daphnia pulex de Geer in Spitzbergen

MPG-Autoren
http://pubman.mpdl.mpg.de/cone/persons/resource/persons56820

Meijering,  Meertinus P. D.
Limnological River Station Schlitz, Max Planck Institute for Limnology, Max Planck Institute for Evolutionary Biology, Max Planck Society;

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Zitation

Meijering, M. P. D. (1972). Herzfrequenz und Lebenslauf von Daphnia pulex de Geer in Spitzbergen. Zeitschrift für wissenschaftliche Zoologie, 184(3/4), 395-412.


Zitierlink: http://hdl.handle.net/11858/00-001M-0000-000F-CE2C-9
Zusammenfassung
Zusammenfassung 1. Die Daphnienpopulationen Spitzbergens bleiben vorläufig Daphnia pulex zugeordnet. 2. In manchen Kleingewässern Spitzbergens erscheinen zu Beginn des Sommers zwei Größenklassen von ex-Ephippio-♀♀, in anderen dagegen nur große Exemplare dieser Art. 3. Die großen ex-Ephippio-♀♀ unterscheiden sich von den kleineren in folgenden Merkmalen: a) Die gesamte Oberseite ist bräunlich getönt, b) das Wachstum ist stärker, c) die Spinen sind länger, d) die Eierzahl im ersten Wurf ist größer und e) die Herzfrequenz ist höher. 4. Ein Teil der kleinen ex-Ephippio-♀♀ bildet bereits im ersten adulten Stadium Ephippien und Dauereier. 5. Die Ursachen für die Ausbildung dieser verschiedenen Typen von ex-Ephippio-♀♀ sind noch nicht geklärt. 6. Angehörige der II. Generation absolvieren vier juvenile und ein adoleszentes Stadium. 7. Bei einem pH-Wert über 9 wurde lebhafte parthenogenetische Reproduktion bei D. pulex beobachtet. 8. Frühere Laboratoriumsbefunde, wonach die Höhe der Herzfrequenz wesentlich vom Alter des Tieres und seiner Position im Häutungsstadium abhängt, konnten im Freiland bestätigt werden. 9. Die Herzfrequenz hocharktischer D. pulex-♀♀ liegt auf dem gleichen Niveau wie bei mitteleuropäischen Artgenossen, die bei entsprechenden Temperaturen im Laboratorium untersucht wurden. 10. Bei den zumeist relativ niedrigen Temperaturen in hocharktischen Kleingewässern ist die Herzfrequenz der Daphnien vergleichsweise niedrig. Sie folgt den täglichen Temperaturschwankungen. 11. Wegen der kurzen Sommerzeit und der geringen Geschwindigkeit, mit der Stoffwechsel- und Entwicklungsprozesse ablaufen, dürften ex-Ephippio-♀♀ von D. pulex in seichten Tümpeln Spitzbergens nur etwa die Hälfte ihrer physiologischen Lebensdauer erreichen; die Lebensdauer der II. Generation ist noch kürzer. 12. Die von Poulsen (1940a) in perennierenden Gewässern Ostgrönlands unter dem Eise gefundenen Exemplare von D. pulex dürften soweit retardiert gewesen sein, daß sie eine Lebensdauer von 9 Monaten erreichten. Ihr Verschwinden im Frühjahr kann mit dem Alterstod erklärt werden.